Auf der Hannover Messe 2025 zeigt die Universität Stuttgart interdisziplinäre Spitzenforschung und Transferprojekte.
Am Stand des Landes Baden-Württemberg (Halle 15, Stand A06) präsentieren Forschende und ein Start-up der Quantentechnologien sowie die Exzellenzcluster IntCDC (Prof. Achim Menges/Prof. Jan Knippers), das IBK (Prof. Martin Ostermann) und SimTech vom 31. März bis 4. April ihre Innovationen und zukunftsweisenden Lösungen. Weitere Highlights sind die studentische Raumfahrtgruppe KSat und der InnovationsCampus ICM mit nachhaltigen Zukunftstechnologien.
„Die Hannover Messe bietet eine einmalige Plattform, um die herausragende, interdisziplinäre Forschung der Universität Stuttgart und ihre Anwendungsmöglichkeiten einer breiten Öffentlichkeit und der Industrie zu präsentieren“, sagt Rektor Prof. Peter Middendorf. „Das diesjährige Motto ‚Shaping the future with technology‘ spiegelt unsere Vision ‚Intelligente Systeme für eine zukunftsfähige Gesellschaft‘ wider – wir arbeiten mit unserer Forschung und dem Wissens- und Technologietransfer aktiv an der Gestaltung der Zukunft und entwickeln Lösungen für zentrale Transformationsprozesse.“
Das Exzellenzcluster „Integrative Computational Design and Construction for Architecture” (IntCDC) der Universität Stuttgart erforscht Grundlagen für nachhaltiges, ressourcenschonendes und klimapositives Bauen der Zukunft. Im Mittelpunkt stehen digitale Technologien, robotergestützte Bauweisen und nachwachsende Baustoffe. Ein interdisziplinärer „Co-Design“-Ansatz verbindet Methoden, Prozesse und Systeme zu Baudemonstratoren, die es ermöglichen, Forschungsergebnisse zu validieren und innovative Bauweisen in der Praxis zu erproben. Beispiele hierfür sind der Hybrid-Flachs-Pavillon oder der Wangen Turm, das erste begehbare Gebäude aus selbstformenden Holzbauteilen, für die Landesgartenschau 2024. Ein Modell seines Vorläufers, des Urbach Turms, ist auf der Hannover Messe zu sehen.
Das Institut für Baukonstruktion, Bautechnologie und Entwerfen (IBK2) stellt sein Forschungsprojekt "Entwicklung funktional gradierter Myzelkomposite für die Anwendung in Fassadensystemen (Mycomodul)" vor.
Das Projekt Mycomodul erforschte verschiedene, gradierte Myzelkomposite für den Einsatz in Fassadensystemen und befasste sich mit der Identifizierung geeigneter Myzelstämme und Substrate, der Optimierung von Kultivierungsprozessen, der Entwicklung von Gradierungsmethoden und der dreidimensionalen Kultivierung von Myzelium. Zusätzlich wurde untersucht, wie bestehende Lehmputzmethoden auf Myzelplatten anwendbar sind.